Kaugummiproduktion – Von der Hand zur Maschine

Anbei ein kleiner Einblick in die Herstellung von Alpengummi. Von der Manufaktur hin in die maschinenunterstützte & klimaneutrale Produktion.


Alles fing in unserer Küche an

Wir – zu der Zeit zwei Masterstudentinnen der Umweltwissenschaften - entwickelten 2016 in der eigenen Küche ein Kaugummirezept, das die heimische Kaugummiszene revolutionieren sollte.

Nachdem die Gerüche für unsere Mitbewohner irgendwann zu viel wurden (jeden Tag duftete es anders, mal nach Erdbeere, Zitrone oder Apfel-Heublume, mal nach Waldminze, Heidelbeere, oder Zimt) wechselten wir bald in ein Uni-Labor, wo wir fast täglich weiter an der Rezeptur tüftelten.

Als wir im April 2019 bei der 2Minuten2Million Startup-Show auf Puls4 das REWE Startup-Ticket bekamen (was leider in unserem Clip nicht gezeigt wurde), bekamen wir unseren ersten großen Auftrag von Merkur & Billa. Um diese Mengen zu bewältigen und den Marktstart hinzulegen, wechselten wir in eine professionelle Mietküche, die die notwendigen Lebensmittelauflagen erfüllte. Dort produzierten wir über ein Jahr lang unsere natürlichen Kaugummis – um die 40.000 Packungen Alpengummi haben wir dort händisch hergestellt.

Knetend, rollend, schneidend – So verbrachten wir endlose Tage und Abende (meist ging die Produktion bis nach Mitternacht). Das war anstrengend, hat uns aber auch großen Spaß gemacht.


Der erste große Auftrag: Im Frühjahr 2019 produzierten wir tausende Packungen für die Innovationsregale von Merkur und Billa © Bergfalke GmbH


Lange Tage & Nächte in der Produktion. Da darf der Humor nicht fehlen. © Wolfgang Riepl


Auf der Suche nach den richtigen Kaugummimaschinen

Doch mit den steigenden Umsätzen wurde uns irgendwann klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Wir brauchten maschinelle Hilfe und eine richtige Produktionsstätte.

Wir bewarben uns bei der Wirtschaftsagentur Wien für eine Maschinenförderung, die wir auch erhielten, und starteten eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.

Im Frühjahr 2020 kamen – weil bei uns eben alles, vom Löffel bis zur Kaugummimasse, immer einen Namen hatte - Hubert (der Kneter) & Helga (die Portioniermaschine) bei uns an. Beide sind nicht mehr die Jüngsten, bringen aber jahrelange Erfahrung in den verschiedensten Branchen mit sich. Kurzum: es handelt sich um Gebrauchsmaschinen.


Per Crowdfunding sammelten wir im Frühjahr 2020 Geld für Maschinen © Bergfalke GmbH


“Hubert” und “Helga” erleichtern uns nun die Produktion © Bergfalke GmbH

Seitdem produzieren wir unsere Kaugummis klimaneutral bei einem Wiener Familienbetrieb. Es ist immer noch viel Handarbeit notwendig, die beiden Maschinen erleichtern uns die Produktion aber enorm. Wir sind stolz darauf, wie weit wir mit unserer Idee gekommen sind und entwickeln das Produkt laufend weiter.


Das intensive erste Jahr wäre nicht möglich gewesen ohne die Hilfe von unseren Freunden und Familien, die uns immer wieder beim Verpacken ausgeholfen haben. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei ihnen sowie unseren Crowdfunding-UnterstützerInnen, die uns den Kauf von Maschinen ermöglicht haben, bedanken.

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